Die Qual der Wahl – womit bereite ich meinen Tee nur zu?

Es gibt viele verschiedene Wege zum guten Tee. Auch wenn es meist mehr braucht als nur einen Beutel in heißes Wasser zu hängen, von total simpel bis zur high-end Teezeremonie gibt es unzählige Wege Tee zuzubereiten.

Bei der Wahl der Zubereitungsmethode sind meiner Meinung nach zwei Dinge besonders wichtig: welchen Tee habe ich und wie schnell muss es gehen. Ich werde Euch daher nun eine kleine Auswahl zeigen wie ihr guten Tee machen könnt!

 

1. Der Teebeutel

– wenn es schnell gehen muss –

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Perfekt für Büro/ Arbeit oder wenn es mal schnell gehen muss. Von den meisten fertigen Teebeuteln würde ich aber abraten, zu schlecht ist oft die Qualität des Tees und zu flach ist dementsprechend auch der Geschmack des Tees.

Stattdessen kann man sich seinen eigenen Teebeutel basteln. Bei TeeGschwendner gibt es z.B. leere Teebeutel zu kaufen, diese dann nach belieben befüllen und schon kann das fröhliche Teeschlürfen losgehen!

Allerdings gibt es einen Haken: Im Beutel hat der Tee nicht viel Platz, weshalb sich besonders die hochwertigeren Tees hier nicht voll entfalten können.

 

2. Der Grandpa Style

– für rebellische Teetrinker –

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Einfacher geht es nun wirklich nicht. Warum das ganze Tam Tam mit dem ganzen Zubehör, wenn es auch ohne alles geht?! Einfach den Tee in Tasse, Wasser drauf und gut ist.

Diese Art Tee zu trinken ist besonders in China sehr beliebt, an vielen öffentlichen Orten wie Bahnhöfen hat man kostenlosen Zugang zu heißem Wasser und viele Menschen haben eine Flasche oder eine Tasse mit Teeblättern dabei die sie einfach immer wieder auffüllen. Besonders gut ist diese Methode mit einem Tee der kaum bitter ist, ein schöner milder Dragonwell Tea/ Lung Ching aus China zum Beispiel (wie auf dem Bild oben).

Hier in Europa ist diese Art Tee zu trinken wohl kaum bekannt, was ich sehr schade finde. Diese Methode ist einfach, praktisch und mit dem richtigen Tee zudem auch sehr lecker!

Woher der Name kommt? Der Begriff wurde vom Blogger MarshalN geprägt, dessen Großvater auch auf diese Art und Weise seinen Tee genoss.

 

3. Der Dauerfilter

–  simpler Alltagshelfer –

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Auch sehr passend wenn es mal schneller gehen muss. Filter in die Tasse, Tee rein, Wasser rein, Filter raus: fertig. Im Dauerfilter hat der Tee auch mehr platz, weshalb man hiermit auch problemlos hochwertige Tees zubereiten kann.

Der Dauerfilter ist für  fast alle Teesorten geeignet, ist leicht zu säubern und geht im Gegensatz zu den Teebeuteln auf Dauer nicht zur neige. Für leckeren Tee im Alltag also eine schöne Alternative zum Beutel!

 

4. Die Kyūsu

– es wird spezieller –img_20170530_130255.jpg

 

IMG_20170530_125818.jpg                                                                                                  Kyūsu ist Japanisch und bedeutet übersetzt einfach nur Teekanne. Besonders für grüne Tees und helle Oolongs geeignet ist dieses kleine Teil weniger im Alltag zu gebrauchen, vielmehr verstehe ich die Kyūsu als Huldigung für guten Tee bei besonderen Momenten. In Japan wird der Tee traditionell viel stärker dosiert als bei uns, zudem werden häufig mehrer Aufgüße des Tees gemacht. Um nach mehreren Aufgüßen nicht mit Literweise Tee überhäuft zu werden haben die Japaner ihre Kannen etwas kleiner gemacht. Meine Kyūsu hat ca. 340ml, perfekt für eine Tasse. Allerdings gibt es auch Kannen mit etwas mehr oder weniger Volumen.

Meist versehen mit einem Filter aus Metall oder Ton wird der Tee direkt in der Kanne aufgegossen und danach direkt in die Tasse oder ein anderes Gefäß geschüttet. Mit dem Griff an der Seite lässt sich die Kyūsu prima mit einer Hand bedienen.

Mir gefällt die Kyūsu sehr gut, da man gut mit Temeratur, Tee-/wassermenge und Ziehzeit experementieren kann, so ist es möglich alles aus den Teeblättern rauszuholen, auch wenn man dafür mehr Zeit aufwenden muss.

Also: Tassen hoch und Kanpai!

 

5. Gaiwan

– der alte Alleskönner –

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Eine sehr alte und (wie ich finde) extrem einfache Art Tee zu machen. Der Gaiwan, sehr gerne in China und Taiwan genutzt, ist nur eine kleine Schale mit einem Deckel.

Ähnlich wie die Japaner dosieren die Chinesen ihren Tee auch lieber stark und machen mehrere Aufgüße. Die Schale wird bei den Chinesen gerne randvoll mit Teeblättern gemacht. Abgegoßen wird der Tee, indem man den Deckel leicht schräg auf den Gaiwan legt, sodass nur eine kleine Öffnung bleibt, und man dann den Tee in eine Schale oder ein anderes Gefäß gibt.

Wegen der höhen Dosierung lassen sich so bis zu 10 Aufgüße aus dem Tee bekommen, selbst aus Schwarztee und Oolong. Die Zubereitung in einem Gaiwan dürfte mitunter eine der ältesten Arten Tee zuzubereiten sein.

 

 

 

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