Die japanische Teewelt ist im Wandel.

Als ich angefangen habe Tee zu trinken, war der Großteil der Tees aus Japan die es hier zu kaufen gab gedämpfte Grüntees. In den letzten Wochen und Monaten habe ich allerdings einen Wandel erlebt. Aber nicht zu voreilig. Schauen wir uns die Teeindustrie in Japan mal genauer an.

Die Teeindustrie in Japan wird von abgefüllten Tee in Flaschen dominiert. Per se erstmal nichts Schlechtes, auch hierzulande findet man Marken wie „Oi Ocha“ in vielen Asia-Supermärkten und ich finde diesen Fertigtee zumindest im Vergleich zu den Eistees welche hierzulande über die Ladentheke gehen um Welten besser. Neben dem riesigen Markt an Flaschentees ist die Produktion in Japan dazu auch noch hoch technologisiert. Der Tee wird oft von Maschinen gepflückt, verarbeitet und verpackt. Menschen haben meistens nur ihre Finger im Spiel, wenn es um die Kontrolle der Produktionsabläufe geht. Hinzu kommt noch, das die allermeisten Teepflanzen in Japan, ca. 75-80%, aus dem Yabuktia Cultivar bestehen, eine Art der Teepflanze welche viel Umami bildet, sehr resistent gegen Frost ist und hohe Ernteerträge bringt. All das führt dazu, dass in Japan eine vergleichbar geringe Diversität an Teeprodukten vorherrscht. Gelangweilt von diesem Mangel an Vielfalt greifen die Japaner deshalb immer öfter zu Tee aus dem Ausland oder auch zu Kaffee. Absatzzahlen sinken, eine Lösung muss her. Um neue Kunden anzuziehen versuchen manche Teebauern also etwas kreativer zu sein und eine größere Vielfalt anzubieten. Heute stelle ich euch ein paar Exoten aus Japan vor, von denen ich hoffe, dass sie auch den Markt in Deutschland erobern werden.

Weißer Tee.

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Weißer Tee aus Japan ist extrem selten. Christian von yutaka-tee.de war so nett und hat mir eine Probe von einem Weißen Tee aus Japan geschickt. Er sagte mir, der Tee sei handgepflückt und komme aus Miyazaki. Leider werden jährlich nur ca. 1kg hergestellt.

Der Tee schmeckte absolut fantastisch! Ein bisschen wie White Bai Mu Dan, nur etwas süßer. Ich hoffe, das mehr Bauern sich dazu entscheiden Weißen Tee herzustellen!

 

Schwarzer Tee.

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Japanischen Schwarztee findet man, auch hierzulande, mittlerweile immer öfters. Sehr gut! Denn ich finde die Japaner können Schwarztee sehr gut. Schwarze Tees aus Japan erinnern mich oft an nicht bitteren und süßeren Assam. Solltet ihr mal einen Schwarztee aus dem Land der aufgehenden Sonne in die Finger bekommen, probiert diesen unbedingt als Coldbrew aus. Ein Hochgenuss!

 

Oolong.

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Auch was Oolongs angeht sind die Japaner allmählich auf dem Vormarsch. Die Oolongs die ich bis jetzt aus Japan probiert habe waren immer sehr mild und blumig. Im Vergleich zu den Kollegen aus China oder Taiwan haben diese Tees keine Chance, aber das ist nicht weiter schlimm! Denn es braucht Zeit und Erfahrung um guten Tee herzustellen und ich bin mir sicher das wir in ein paar Jahren exzellenten Oolong-Tee aus Japan finden werden.

 

get drunk – with (exotic) tea!

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