Tasting dreier Senchas von Igeta Tea

Vor kurzem habe ich neues Spielzeug bekommen: ein paar Tasting Cups, mit denen professionelle Tea-Taster Tee verkosten. Von der Igeta tea Co. lagen schon seit einer Weile ein paar Teeproben herum und so dachte ich mir, es wäre doch eine gute Gelegenheit die Cups auszuprobieren und die verschiedene Proben zu vergleichen.

Die Igeta Tea Co. ist eine Farm in Miyazaki, welche regelmäßig Preise gewinnt und wirklich hochwertige Tees produziert, einige davon auch in JAS-Bioqualität. Der Miyazaki Okumidori hat im letzten Jahr den Nihon Cha Award als einer der besten Senchas bekommen, aber diesen Tee zeige ich euch dann in einem anderen Post!

Stattdessen werde ich euch nun mein Setup zeigen, etwas über die Tees erzählen und von meinen Erfahrungen berichten. 🙂


Der Tasting-Cup

IgetaWeb10Das Fassungsvermögen dieses kleinen Porzellanbecher beträgt circa 100ml. Die Becher kommen zusammen mit einer Schale, in die man die Becher legen kann, sodass der Tee von alleine aus den Zacken am Rand aus dem Becher fließen kann.

Wie ihr unschwer erkennen könnte, ist mein Tasting-Set von TeeGschwender (danke Chef!), aber die Cups sollten in jedem größeren Teeunternehmen uniform sein.

 

 


Sencha Nummer 1

Ein Sencha aus dem Saemidori Cultivar. Saemidori bedeutet so viel wie „helles Grün“. Das leuchtend-grüne Blatt sieht auf den ersten Blick sehr toll aus. Auch der Geruch ist sehr hell und frisch. Zum Geschmack später mehr!

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Das „さえみどり“ steht für Saemidori. Den Rest kann ich leider nicht lesen.

 


Sencha Nummer 2

Einer der Bio-Grüntees von Igeta. Und auch einer der preiswerteren Tees im Sortiment. Das Blatt wirkt im Vergleich gelber und weniger hochwertig, aber dennoch gut.

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Sencha Nummer 3

Ein Sencha aus dem Yutaka Midori Cultivar. Feines Nadelblatt, so mag ich das!

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Die Verkostung

Wie bereits erwähnt passen in einen Cup circa 100ml Wasser. Pro Cup benutze ich genau 2,83g, was einer alten britischen six pence Münze entspricht. Die six pence Münzen hat man früher beim Auswiegen der Tees als Gegengewicht benutzt und ist noch ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit.

Alle Tees werden mit kochend heißem Wasser aufgegossen und ziehen stolze 5 Minuten lang. So bekommt man alles aus dem Blatt heraus und kann so besser Fehltöne erkennen. Nicht die leckerste Art Tee zu machen, aber auf jeden Fall eine sehr ehrliche.

 

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Links: Saemidori Sencha                      Mitte: Bio-Sencha                      Rechts: Yutakamidori Sencha

 

Nach dem Aufgießen habe ich die Blätter auf dem umgedrehten Deckel präsentiert. Vor dem Probieren habe ich erstmal an den Blättern der drei Tees geschnuppert. Alle rochen sehr pflanzlich und frisch.

Der Saemidori Sencha hat etwas von grünem Gemüse, wie Spinat oder Kohl. Aber auch etwas spritzig leichtes, was mich an Sommerregen erinnert. Der Bio-Sencha wirkt schon in der Nase etwas herber. Der Geruch erinnert an frisch geschnittenes Gras, wird aber von etwas fischigen begleitet. Der Yutaka-Midori riecht kräftiger und hat ein tiefers geschmacksprofil. Von der Qualitätsstufe wirkt er dem Saemidori Sencha ähnlich.

Geschmacklich gefällt mir der Saemidori-Sencha am besten. Selbst nach der langen Ziehzeit und der hohen Temperatur schmeckt er fabelhaft! Geschmack und Textur erinnert mich an Matcha, mit leicht nussig-röstigen Abgang. Der Bio-Sencha war zu bitter und zu fischig. Er war genießbar, aber man merkt, dass es sich um einen der günstigsten Tees im Igeta Sortiment handelt. Die Bitterkeit beim Yutakamidori hielt sich etwas mehr zurück, der Geschmack war etwas wärmer und süßer als der Bio-Sencha.


Abschließend…

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… kann ich sagen, das die Zubereitung der Tees auf die Tea-Taster Art definitiv die beste Weise ist, um schnell und einfach einen Überblick und Vergleich verschiedener Tees zu bekommen. Man merkt sehr schnell, welcher Tee hochwertiger ist und Geschmacklich mehr zu bieten hat. Zum genießen bereitet man den Tee wohl besser anders zu, aber ich habe herausgefunden: wenn ein Tee nach 5 Minuten in kochend heißen Wasser immer noch gut schmeckt, dann handelt es sich definitiv um eine wirklich guten Tee. Der Saemidori Sencha ist jedenfalls solch ein Tee, denn er hat mir von den dreien am besten gefallen und schmeckte wirklich gut!

Vielen Dank fürs lesen, ich hoffe, mein Bericht über mein kleines Experiment hat euch Freude gemacht! 🙂

 

get drunk – with (Igeta) tea!

 

 

 

 

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